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Strom-Anbieter-Vergleich

Die 5 besten Stromanbieter 2024 im Vergleich

Stromanbieterwechsel lohnt sich – die besten Anbieter im Vergleich für einen Wechsel.

Die 5 besten Stromanbieter 2024 im Vergleich

Stromanbieterwechsel lohnt sich – die besten Anbieter im Vergleich für einen Wechsel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch den Wechsel des Stromanbieters lässt sich viel Geld sparen. Darum sollten die Konditionen des bestehenden Vertrages rechtzeitig vor Ablauf der jährlichen Kündigungsfrist mit den Angeboten anderer Stromanbieter verglichen werden. 
  • Die Laufzeit des neuen Vertrages sollte nicht länger als ein Jahr betragen, um danach erneut ein günstigeres Angebot nutzen zu können.
  • Wer wechseln möchte, kann seinen bestehenden Vertrag zum Laufzeitende vom neuen Stromanbieter kündigen lassen. Beim Wechsel entstehen weder Kosten noch Versorgungslücken. 

Einem Stromanbieter treu zu bleiben, lohnt sich nicht. Denn Bestandskunden bezahlen mit höheren Tarifen die Rabatte für Neukunden. Daher rentiert sich ein Stromanbieterwechsel fast immer. Günstigere Angebote sind mit Hilfe von Vergleichsportalen schnell zu finden, der Anbieterwechsel selbst ist einfach.

Nur wenige Klicks in einem Vergleichsportal genügen, und das Staunen ist groß, wie sehr  sich ein Stromanbieterwechsel lohnen kann. Ein Dreipersonenhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch spart in Dortmund zum Beispiel 602 Euro im Jahr, wenn er aus der Grundversorgung der Stadtwerke zum günstigsten Anbieter wechselt. In Leipzig sind es 586 Euro, in Ulm 713 Euro, in Magdeburg 557 Euro und in Erlangen 393 Euro. Schon diese wenigen Beispiele zeigen: Ein Anbieterwechsel lohnt sich.

So lässt sich der beste Stromanbieter finden

Für die Wahl eines neuen Stromanbieters sind allerdings nicht nur die Jahreskosten ausschlaggebend. Auch Vertragslaufzeiten, Preisgarantien und Kündigungsfristen gilt es zu vergleichen. Denn ein Wechsel zum allergünstigsten Stromanbieter nützt wenig, wenn dieser keine Preisgarantie gewährt und den Kunden mit langen Vertrags- oder Kündigungsfristen an sich bindet. Hebt der vermeintlich günstige Stromanbieter dann aufgrund einer veränderten Lage im Energiemarkt seine Preise an, muss der Kunde bis zum bitteren Vertragsende die unerwarteten Mehrkosten zahlen. 

Die Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. rät daher:

  • Meiden Sie Angebote mit auffallend niedrigen Strompreisen. Dahinter verbergen sich möglicherweise Lockangebote, die nicht kostendeckend kalkuliert sind. 
  • Schließen Sie den Vertrag beim neuen Stromanbieter möglichst nur mit einer Laufzeit von einem Jahr ab. Denn nur wer jährlich wechseln kann, zahlt dauerhaft weniger. 
  • Achten Sie auf eine kurze Kündigungsfrist. Sie sollte idealerweise nicht länger als vier oder sechs Wochen sein.
  • Leisten Sie keine Jahresvorauszahlung, auch wenn der Stromversorger dafür Rabatte oder Zinszahlungen gewährt. Geht der Versorger insolvent, ist Ihr Geld verloren.

Fünf empfehlenswerte Stromanbieter 

Entsprechend diesen Empfehlungen wurden für den Stromanbieter-Vergleich von Top5.de mehr als 250 Versorger per Websuche recherchiert und sowohl nach den genannten als auch folgenden weiteren Kriterien gefiltert:

  • Mindestvertragslaufzeit nicht länger als 1 Jahr
  • Kündigungsfrist nicht länger als 6 Wochen
  • Kündigung telefonisch oder online möglich
  • Preisgarantie 
  • Mindestens ein Tarif auch mit 100 % Ökostrom buchbar
  • Übersichtliche und verständliche Webseiten
  • Einfacher Anmeldeprozess
  • Gut bewertete App (ab 4,0)

Als besonders empfehlenswerte Stromanbieter gingen aus dem Vergleich hervor: Enercity, Yello, Tibber, E.ON und Naturstrom.

Die Top5.de-Stromanbieter im Vergleich

Elektrischer Strom hat im Gegensatz zu anderen Produkten weder Form, Farbe oder Geschmack noch Konstruktionsprinzipien, Materialeigenschaften oder eine Verpackung. Für seine Qualität ist es außerdem unerheblich, ob er aus Wind, Sonne, Kohle oder Uran gewonnen wird. Strom ist ein unsichtbares, technisch genormtes, völlig gleichartiges Produkt. 

Damit ist es aus Kundensicht eigentlich egal, von wem der Strom bezogen wird. Die Anbieter können ihn nicht in verschiedenen Qualitäten oder Varianten liefern. Sie müssen ihre Kunden auf andere Weise für sich gewinnen, und zwar über ihre Kostenstrukturen und Tarife, die Art der Stromerzeugung sowie über Mehrwertangebote wie etwa eine app-gesteuerte Verbrauchskontrolle.

Wie unterscheiden sich in dieser Hinsicht die fünf Top-Stromanbieter Enercity, Yello, Tibber, E.ON und Naturstrom? Wodurch zeichnen sich ihre Angebote aus? Hier der Überblick:

Enercity: 100 Prozent Ökostrom ohne Aufpreis

Die Enercity AG mit Sitz in Hannover ist mit 5 Milliarden Euro Umsatz eines der größten kommunalen Energieunternehmen Deutschlands und einer der Top-5-Ökostromanbieter bundesweit.

Vorteile

Variable Stromtarife: von monatlich kündbar bis 18 Monate Preisgarantie

100 % Ökostrom ohne Aufpreis

Verbrauch und Kosten via App oder Website kontrollierbar

1 Monat Kündigungsfrist

energienahe Services rund um E-Mobilität, Energieeffizienz und dezentrale Kundenlösungen

Exklusive Rabatte und Gutscheine für Angebote von Partnerunternehmen

Nachteile

Einige Rabatte und Gutscheine sind nur bei Partnern am Enercity-Stammsitz in Hannover einlösbar

Tibber: Strom zum aktuellen Börsenpreis

Die Tibber Deutschland GmbH versteht sich als Stromanbieter für das digitale Zeitalter. Das Unternehmen ist in Norwegen, Schweden, Deutschland und den Niederlanden aktiv. Die Vision der Gründer des norwegischen Startups ist, den Kunden einen nachhaltigen Lebensstil mit Hilfe smarter Geräte für den Haushalt günstig zu ermöglichen.

Vorteile

Tarife mit durchschnittlichem Börsenstrompreis pro Monat oder stundenaktuellem Börsenstrompreis

Tibber kauft Ökostrom stündlich zum günstigsten Preis an der Energiebörse und gibt den Preis direkt an die Kunden weiter

Kunden können den Strom genau dann nutzen, wenn er günstig ist, z. B. zum Wäschewaschen oder Auto laden, und so Geld sparen

Smarte Tools zur Verbrauchs- und Kostenkontrolle

100 % Ökostrom aus Deutschland

Nachteile

Dynamische Tarife mit stündlicher Abrechnung statt fixer Abschläge

Preise schwanken monatlich

Abrechnung nach tatsächlichen Stromkosten erfordert ständige vorausschauende Planung

E.ON: Die Zuverlässigkeit eines Energiekonzerns 

Die E.ON Energie Deutschland GmbH in München ist Teil der E.ON SE und Dachgesellschaft des E.ON-Vertriebs, zu dem mehrere Energieversorger zählen. Mit Lösungen zu Photovoltaik, Energiespeichern, Wärmepumpen, E-Mobilität und Energieeffizienz treibt das Unternehmen den Wandel hin zu einer dezentralen, ökologischen und digitalen Energiewelt voran.

Vorteile

Stromtarife mit 12 und 18 Monaten Preisgarantie

Kündigungsfrist 1 Monat bei 12 Monaten Mindestvertragslaufzeit und 14 Tage bei Verträgen ohne Mindestlaufzeit

Komfortable Funktionen wie Zählerstand via Foto melden, Abschlag online anpassen und 24/7-Serviceportal

Neuverträge ausschließlich mit Ökostrom

Nachteile

Bonuszahlung gilt nur für das 1. Jahr, danach steigen die Kosten

Manche Kunden beklagen lange Wartezeiten am Telefon und im E-Mail-Verkehr sowie bei der Bearbeitung von Anliegen

Auszahlung von Sofort- und Neukunden-Boni erfolgt verzögert, mitunter erst nach einer Beschwerde

Naturstrom: 100 % deutscher Ökostrom aus Sonne, Wind und Wasser

Die Düsseldorfer Naturstrom AG ist Deutschlands größter unabhängiger Ökostromanbieter. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung 1998 rund 350 Öko-Energieanlagen errichtet und erzeugt 100-prozentigen Ökostrom aus Sonne, Wind und Wasser. Internet: www.naturstrom.de

Vorteile

Vier Tarife zur Wahl, davon einer mit monatlich wechselndem Arbeitspreis

Alle Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit

1 Monat Kündigungsfrist zum Monatsende (alle Tarife)

100 % Prozent Ökostrom aus Deutschland

1 ct/kWh fließt in den Bau neuer Öko-Energieanlagen

Kunden erhalten Preisvorteile bei nachhaltigen Kooperationspartnern, z. B. für E-Bike-Abos, faire Bio-Lebensmittel oder faire Naturkosmetik

Nachteile

Keine Boni und Rabatte, daher höhere Preise als bei anderen Ökostromanbietern

Kunden beklagen schlechte Erreichbarkeit des Kundendienstes, langsame Bearbeitung der Anliegen und fehlerhafte Schlussrechnungen

Yello: Stromtarife mit Wunschgerät kombinierbar

Die Kölner Yello Strom GmbH ist eine Vertriebs- und Marketinggesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Yello wurde 1999 mit dem Slogan bekannt, dass Strom gelb sei. Das Unternehmen will in den nächsten Jahren klimaneutral werden.

Vorteile

Variable Stromtarife: von monatlich kündbar bis 24 Monate Preisgarantie

100 % Ökostrom ohne Aufpreis

Verbrauch und Kosten via App kontrollierbar

1 Monat Kündigungsfrist

Der Monatsabschlag enthält 1 Euro Klimaschutzbeitrag, mit dem Yello ein Erneuerbare-Energien-Projekt in Afrika fördert

Stromtarife mit Wunschgerät kombinierbar, z. B. E-Bike, E-Scooter, iPad, Waschmaschine oder Balkonkraftwerk (Zuzahlung wird auf Monatsabschlag umgelegt)

Nachteile

Bonuszahlung gilt nur für das 1. Jahr, danach steigen die Kosten

Manche Kunden beklagen Verzögerungen bei Bonus- und Prämienauszahlungen

Mitunter verspätete Lieferung des Wunschgeräts

Hin und wieder Verzögerungen beim Wechsel zu Yello

Tipp: Die meiste Ersparnis bringt der jährliche Wechsel

Soll sich der Stromanbieterwechsel richtig und auch auf lange Sicht lohnen, empfiehlt sich der regelmäßige Wechsel im Jahresrhythmus. Denn die meisten Stromanbieter belohnen Neukunden im ersten Jahr mit einem Bonus, also einer Art Wechselprämie. Dieser Bonus fällt ab dem zweiten Jahr weg, sodass die monatlichen Abschlagszahlungen deutlich höher ausfallen als im ersten Jahr. Wird nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Die höheren Abschläge im zweiten Jahr können dann rasch die Ersparnis aus dem ersten Jahr zunichtemachen.

Aber Achtung, mitunter lehnen Energieversorger neue Kunden ab. Die Verbraucherzentrale vermutet, dass Vielwechsler, die jährlich den Wechselbonus mitnehmen, für einige Energieanbieter unattraktiv sind. Stromkunden können die Ablehnung vermeiden, indem sie bei jedem Wechsel ihren alten Anbieter nach Erhalt der Schlussrechnung schriftlich zur Löschung der personenbezogenen Daten auffordern. Musterbriefe hierfür bietet die Verbraucherzentrale an.


Häufig gestellte Fragen zu Stromanbieterwechsel

Wie funktioniert der Stromanbieterwechsel?

Fordern Sie beim neuen Stromanbieter die Vertragsunterlagen an und schicken Sie diese ausgefüllt zurück. Möchten Sie nicht selbst bei Ihrem alten Stromanbieter kündigen, erteilen Sie dem neuen Stromanbieter hierfür eine Vollmacht. Dieser kündigt Ihren alten Vertrag, bestätigt Ihnen den Abschluss des neuen Vertrags und nennt den Lieferbeginn. Vom alten Stromanbieter erhalten Sie die Kündigungsbestätigung und die Abschlussrechnung.

Was kostet es, den Stromanbieter zu wechseln?

Nichts. Bei einer fristgerechten Vertragskündigung fallen weder Wechselgebühren noch sonstige Kosten an. Auch sind keine technischen Arbeiten notwendig, etwa die Installation eines neuen Zählers. In der Regel dauert ein Stromanbieterwechsel drei bis sechs Wochen. 

Kann es beim Anbieterwechsel zur Unterbrechung der Stromversorgung kommen?

Nein, diese Sorge ist unbegründet. Endkunden werden unterbrechungsfrei mit Strom versorgt, das ist gesetzlich festgelegt. Sollte der neue Anbieter den vertraglich vereinbarten Lieferbeginn nicht einhalten können, übernimmt automatisch der Grundversorger die Stromlieferung. Das ist in der Regel das örtliche Stadtwerk.

Wie lange im Voraus kann man den Stromanbieter wechseln?

Bei vielen Versorgern kann ein neuer Vertrag bis zu sechs Monate vor Lieferbeginn abgeschlossen werden. Gilt der neue Strompreis ab Vertragsschluss, lässt sich auf diese Weise ein günstiger Preis für später sichern, sofern man mit steigenden Preisen rechnet. Gilt der neue Strompreis jedoch erst ab Lieferbeginn, hat ein früher Vertragsschluss wenig Sinn, weil es bis zum Lieferstart noch bessere Angebote geben könnte.